Jahresrückblick 2022

Jahresrückblick 2022

Das Jahr 2022 ist nun schon einige Tage vorbei und es ist etwas anders verlaufen als ursprünglich geplant. Infolge eines Sportunfalls im Dezember 21 war ich anschließend zirka ein halbes Jahr lang ziemlich eingeschränkt. Die erste Zeit bin ich an Krücken gelaufen und konnte kaum was unternehmen. Trotzdem blicke ich Anfang des neuen Jahres auf ein schönes und erlebnisreiches Jahr 2022 zurück. Einige Abenteuer durfte ich mit tollen Leuten erleben und das ein oder andere Foto ist dabei natürlich auch wieder entstanden. Bleibt gerne dran…

Schönes Sachsen

Nachdem die Gehversuche sich besserten, wurde es Zeit, mit „kleinen“ Touren im Umkreis der Heimat anzufangen. Wenig später folgten dann auch schon wieder ein paar größere. An viele fotografische Highlights erinnere ich mich gern zurück. Zum Beispiel wäre da der spektakuläre Sonnenaufgang auf dem Lilienstein zu nennen. Dort war der Wettergott echt mal wieder auf unserer Seite und das ganze Tal lag vor uns im Nebel. Beeindruckend! Vor uns ging die orangefarbene Sonne auf und bescherte uns eine Traumkulisse. Ein fantastischer Morgen, den ich zusammen mit meinem Fotofreund Thomas erleben durfte. Aber nicht nur das. Auch andere Wanderungen zu tollen Orten bleiben mir in Erinnerung. Ich konnte zum Beispiel bei völliger Stille am Leuchtturm in Moritzburg den Sonnenaufgang fotografisch festhalten. Die Atmosphäre und die Ruhe waren traumhaft. Zum ersten Mal (kaum zu glauben) war ich auf dem Pfaffenstein und habe mit Thomas zusammen die bekannte Barbarine abgelichtet. Auch da sind wir natürlich vor Sonnenaufgang los, um das schöne weiche Licht einzufangen. Wir waren völlig allein und konnten in Ruhe die großartige Landschaft auf uns wirken lassen. Wie immer ist das Elbsandsteingebirge, trotz der vielen anderen Reisen, eines meiner besonderen Highlights vor meiner Haustür. Im vergangenen Jahr überschatteten leider die Waldbrände die Urlaubszeit, wo auch wir mit der Feuerwehr vor Ort halfen. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich der Nationalpark wieder erholt und irgendwann zu seinen alten Wurzeln zurückkehren kann.

Radtouren

Seit ich 2022 ein neues Fahrrad gekauft hatte, bin ich deutlich häufiger unterwegs gewesen als die Jahre davor. Vorrangig waren es kleine Touren. In Vorbereitung auf längere Strecken legte ich mir ein paar Taschen zu und sammelte erste Bikepackingerfahrungen. Eine sehr schöne Tour führte mich mit einem Kumpel von Berlin nach Usedom und dann weiter nordwestlich bis nach Zingst. An zweieinhalb Tagen sind wir 441,8 Kilometer auf schönen Radwegen und in toller Landschaft gefahren. Auch die sogenannte „Blockline“, ein Mountainbikekurs im Erzgebirge, wurde an zwei Tagen bewältigt. Dabei radelten wir 140 Kilometer durch Wald und Flur. Auf den 2750 Höhenmetern, die wir dabei überwanden, konnten wir nebenbei herrliche Aussichten genießen. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass mein neues Rad ein Gravelbike ist. Schnelligkeit auf der Straße gepaart mit leichter Geländetauglichkeit hatten mich überzeugt. Bereue es bisher nicht und hoffe, dass 2023 noch mehr Fahrradabenteuer stattfinden werden.

Berchtesgadener Land

Im September brach ich mit einem Kumpel zu einem Bergabenteuer in die Berchtesgadener Region auf. Unser Ziel war der Watzmann, genauer gesagt dessen Gratüberschreitung. Das Ganze wollten wir als Herausforderung an einem Tag in Angriff nehmen (die meisten machen es an zwei Tagen und übernachten nochmal am Watzmannhaus). Wir starteten im Tal, machten am Anfang sehr viele Höhenmeter innerhalb kurzer Zeit und liefen vorbei am Watzmannhaus in Richtung dem Hocheck Gipfel (2651m). Dort begann dann die eigentliche „Gratüberschreitung“. Wir erreichten irgendwann die Mittelspitze (2713m) und am Ende die Watzmann-Südspitze (2712m). Oben hatte man nicht nur tolle Blicke in Richtung Königssee, sondern sogar auch auf den Großglockner. Dann begann aber der quälend lange und steile Abstieg. Insgesamt dauerte unsere Tour ca. 15 Stunden. Dabei bewältigten wir 2200 Höhenmeter. Es war ein Bergabenteuer der Extraklasse und wir sind stolz, diese „Königstour“ im Berchtesgadener Land an einem Tag bestritten zu haben. An dieser Stelle muss ich trotzdem nochmal den Hinweis geben, dass die Watzmannüberschreitung „kein Klettersteig“ ist! Die Überschreitung wird oft unterschätzt und ist nur für Leute mit alpiner Erfahrung und absoluter Schwindelfreiheit geeignet.

An den darauffolgenden Tage unternahmen wir noch kleine Touren im Umkreis unserer Unterkunft. Wir waren am berühmten Königssee und am Hintersee, haben Ramsau besucht und dabei tolle Fotos gemacht. Berchtesgaden ist eine schöne Region, wo ich mich gerne zurückerinnere.

Madeira

Den Jahresabschluss bildete im Dezember noch eine Reise mit Freunden auf die portugiesische Insel Madeira. Eine tolle Insel, die wirklich viel zu bieten hat. Mit einem kleinen Mietwagen erkundeten wir alles ausgiebig. Wir sind durch verzauberte Feenwälder gelaufen, haben tolle Küstenlandschaften gesehen, schöne Wanderungen unternommen, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge beobachtet und uns dafür zum Teil durch enge kurvige Bergstraßen gekämpft. Dabei sahen wir fantastische Berglandschaften (zum Teil im Nebel) und standen sogar auch das ein oder andere Mal über den Wolken. Wir sind zum höchsten Berg der Insel bei Sturm gewandert und entdeckten sogar zutrauliche Vögel, die einem aus der Hand futterten. Das alles sind schöne Erinnerungen, die Madeira auf eine ganz eigene Weise einzigartig machen und das ein oder andere tolle Foto ist dabei natürlich auch entstanden. Schaut selbst…

Zum Abschluss…

möchte ich Danke sagen an alle, die mich 2022 begleiteten, in welcher Weise auch immer. Es war ein tolles Jahr mit Höhen und Tiefen. Ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2023 mit euch.

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